Der März hat begonnen, und somit auch die letzten Monate der laufenden Punktspielsaison. So steht es aktuell um unsere Mannschaften:
Die erste Mannschaft hat in der Bezirksoberliga überraschend den Tabellenzweiten Wiesbadener SV mit 5:3 besiegt. Neben Heinz Henrich gewannen auch unsere beiden starken Neuzugänge Norbert Lazar und Jan Belak. Zwei halbe Punkte durch Remis kamen von David Henrich und Dr. Frank Diener. Außerdem gewannen wir noch eine Partie kampflos. Der Lohn ist aktuell Tabellenplatz 3.
Die zweite Mannschaft tut sich erwartungsgemäß in der Bezirksliga schwer und steht noch ohne Gewinnpunkte dar. Die letzte Partie gegen Schierstein 2 ging mit 2:4 verloren. Die Siege wurden durch Fabienne Rachel und Manfred Müller eingefahren.
Unsere dritte und vierte Mannschaft treten in der Kreisliga an. Platz 5 bzw. 9 von 11 Mannschaften sind durchaus positiv zu bewerten. Unsere 3. Mannschaft bezwang zuletzt die 5. Mannschaft von Stiller Zug Wiesbaden (einem der größten Vereine hier im Bezirk), während die 4. Mannschaft ein 2:2 gegen Stiller Zug 4 schaffte.
Pokal
Im Vierer-Mannschaftspokal scheiterten unsere beiden Teams leider jeweils im Halbfinale. Trotzdem war es ein Erfolg, dass wir der einzige Verein mit zwei Mannschaften im Semifinale waren. Die Partien verliefen wie folgt:
Nach wie vor bietet unser Trainer Florian ein Jugendtraining (montags ab 17 Uhr) sowie ein Erwachsenentraining an (montags ab 19, jeweils im DGH Kesselbach – 1. Stock). Freies Training für Erwachsene ist immer im Anschluss, also montags 20 Uhr. Wir freuen uns über neue Gesichter!
Am 19. Oktober 2025 stand für die Mannschaften der Schachfreunde Hünstetten ein weiterer Spieltag der Saison Rhein-Taunus 2025/26 auf dem Programm. In der Bezirksoberliga und der Kreisliga gab es dabei Licht und Schatten – von souveränen Einzelerfolgen bis zu knappen Punktverlusten.
Bezirksoberliga: Punkteteilung gegen Bad Schwalbach
In der Bezirksoberliga kam Hünstetten I gegen den SK Bad Schwalbach I zu einem 4:4-Unentschieden – ein Ergebnis, das den spannenden Verlauf des Mannschaftskampfes gut widerspiegelt.
An den Spitzenbrettern überzeugten Florian Lesny und David Henrich, die beide ihre Partien klar gewinnen konnten. Ortwin Schneider steuerte an Brett 8 einen wichtigen Sieg bei, während Sven Leibrock und Eric Lüders jeweils ein Remis erkämpften.
Trotz dieser starken Leistungen reichte es am Ende nicht ganz zum Mannschaftssieg: Volker Mühlschlegel, Michael Busse und Fabienne Rachel mussten sich ihren Gegnern knapp geschlagen geben. Nach dem zweiten Spieltag steht Hünstetten damit im soliden Mittelfeld der Bezirksoberliga.
Ergebnis: Hünstetten I – SK Bad Schwalbach I → 4,0 : 4,0
Kreisliga: Hünstetten IV erkämpft Punkt gegen Eltville
In der Kreisliga holte Hünstetten IV gegen Sfr. Eltville III ein 2:2-Unentschieden. Manfred Müller und Michael Kirsch sorgten mit zwei Siegen für die Punkte, während Ünal Ersöz und Levin Ersöz ihre Partien verloren. Ein insgesamt leistungsgerechtes Ergebnis, das Hoffnung für die kommenden Runden macht.
Ergebnis: Hünstetten IV – Sfr. Eltville III → 2,0 : 2,0
Kreisliga: Deutliche Niederlage für Hünstetten III
Weniger erfreulich verlief der Spieltag für Hünstetten III, die sich beim SK Bad Schwalbach III mit 0,5 : 3,5 geschlagen geben musste. Lediglich Alexander Wamboldt konnte mit einem Remis an Brett 1 punkten, während die übrigen Partien an die Gastgeber gingen. Das Team wird nun versuchen, beim nächsten Spieltag wieder anzuschließen und die ersten Mannschaftspunkte zu holen.
Ergebnis: SK Bad Schwalbach III – Hünstetten III → 3,5 : 0,5
Die 1. Mannschaft der Schachfreunde Hünstetten eröffnete in diesem Jahr die Punktspielsaison im Schachverband Hessen mit einem Heimspiel gegen die Schachfreunde Stiller Zug Wiesbaden 2. Gespielt wurde ausnahmsweise im Ausweichlokal in Strinz-Trinitatis.
Wir mussten ohne unsere etatmäßige Nummer 2 und 3, David und Heinz Henrich auskommen. Dafür rückten Eric Lüders und Dr. Heinz Schaffrin ins Team.
Heinz war der erste, der – in leicht passiver Stellung – ein Remisangebot annahm und einen halben Punkt holte. Auch Volker Mühlschlegel war recht schnell fertig. Danach kamen die entschiedenen Partien: Florian Lesny verwertete solide einen Mehrbauern, und Michael Busse gelang es dank einer Springergabel, ebenso einen vollen Punkt zu holen.
Das Nachsehen hatte leider Sven Leibrock, der in vielversprechender Stellung eine Figur verlor, ebenso wie Eric Lüders, der letztlich dem Druck des Gegners nachgeben musste.
Dr. Frank Diener willigte in hektischer Stellung in ein Remis ein, nachdem er einen gewonnenen Bauern wieder zurückgeben musste.
Als alle schon an eine Niederlage glaubten, machte Aaron Müller das Unmögliche möglich und trickste sich trotz zwischenzeitlicher Verluststellung in ein ausgeglichenes Endspiel. Somit stand die erste Punkteteilung der Saison fest.
Am 21.9. steht das Auswärtsspiel gegen den Wiesbadener SV 3 an.
Die Jugendmannschaft der Schachfreunde Hünstetten hatte in der achten Runde am 26.04. ein Auswärtsspiel in Schierstein zu bestreiten. Gegen den Tabellenletzten, der in der bisherigen Saison noch kein Spiel gewinnen konnte, erhoffte man sich zwei Siege, dennoch galt es natürlich, konzentriert zu spielen.
Hinspiel
Im Hinspiel beendete Levin am Brett 2 als Erster seine Partie. Nachdem sein Gegner in der Eröffnung ein Tempo verschenkt hatte, konnte er mit Schwarz die Initiative übernehmen und durch einen Einschlag auf f2 zuerst eine Qualität und später noch eine Figur gewinnen. Die dadurch ebenfalls geschwächte Königsstellung seines Gegners konnte er ausnutzen, um ein schnelles Matt zu erreichen. 1:0
Am Spitzenbrett konnte Georg ebenfalls schon in der Eröffnung Material gewinnen. Durch eine Ungenauigkeit ließ er seinen Gegner noch einmal ins Spiel kommen, dieser übersah aber kurze Zeit später eine Fesselung, die ihn seine Dame kostete. Diesen Vorteil verwerte Georg dann souverän. 2:0
Mark spielte die Eröffnung ziemlich wild und musste feststellen, dass ihm dadurch zwei Bauern abhandenkamen. Auch im weiteren Verlauf fand er nicht richtig in die Partie und seine Gegnerin gewann weiteres Material. Kurz bevor er aber mattgesetzt wurde, übersah seine Gegnerin eine Grundreihendrohung, die das Blatt dann komplett wendete. 3:0
Nachdem es am Anfang der Partie etwas hin- und herging, konnte Samuel im frühen Mittelspiel eine Leichtfigur gewinnen. Diesen Vorteil konnte er ausbauen, indem er die gegnerische Dame gegen eine Leichtfigur tauschen konnte. Nachdem weiteres Material gewonnen werden konnte, nutzte er die erste Chance, seinen Gegner Matt zu setzen. 4:0
Rückspiel
Die Rückrunde spielte Mark eindeutig konzentrierter. Nachdem alle Figuren ins Spiel gebracht worden waren, spielte seine Gegnerin einen Bauernvorstoß im Zentrum, der sie aber eine Figur kostete. Diesen Vorteil verwerte Mark konsequent und ließ sich die Partie nicht mehr nehmen. Ein Matt auf offenem Brett bildete einen schönen Abschluss. 1:0
Georg hatte die Partie ebenfalls über die gesamte Spielzeit unter Kontrolle. Eine Fesselung erschwerte die Entwicklung seines Gegners und führte schließlich zu einer geschwächten Königsstellung. Hier hätte Georg den Sack direkt zu machen können, entschied sich aber für einen Figurengewinn, der ihm schließlich auch einen gewinnbringenden Vorteil lieferte. Auch hier endete die Partie mit einem schönen Mattmotiv. 2:0
Die Partie bei Samuel an Brett 4 verlief dieses Mal ausgeglichener. Zuerst konnte er eine Figur gewinnen, diese verlor er anschließend bei einer Abtauschkombination aber wieder, sodass sich ein relativ ausgeglichenes Turmendspiel ergab. Nachdem sein Gegner einige Bauern gewann und sich fast schon auf der Siegerstraße befand, bekam Samuel einen Freibauern zum Laufen, den sein Gegner nicht mehr aufhalten konnte. Die zusätzliche Dame entschied die Partie dann schnell zu Samuels Gunsten. 3:0
So blieb es dieses Mal an Levin, die längste Partie der Runde zu spielen. Eine konzentrierte Eröffnungsbehandlung brachte ihm einen Mehrbauern und einen Königsangriff ein, gegen letzteren konnte sich sein Gegner aber erfolgreich verteidigen. Levins Figuren standen plötzlich etwas deplatziert, wodurch er eine Figur verlor. Dennoch kämpfte er mit gut weiter und es gelang ihm ein Spieß, der ihm zusammen mit einigen gewonnenen Bauern gutes Spiel versprach. Die Bauern marschierten dann auch Richtung Grundlinie und durch eine Taktik gewann Levin diese Partie schließlich auch. 4:0
Die Mannschaft verbleibt trotz der beiden hohen Siege auf Tabellenplatz 3, das nächste Spiel findet am 17.05. gegen den Tabellennachbarn vom Wiesbadener SV 2 statt.
Die Einzelergebnisse im Überblick:
Brett Schierstein 1 Hünstetten 1 1 Borth, Alexander – Zillig, Georg 0:1 2 Nerger, Matts – Ersöz, Levin 0:1 3 Mazurek, Julia – Rajcic, Mark Tai 0:1 4 Kurz, Frido – Burger, Samuel 0:1 0:4
Brett Hünstetten 1 Schierstein 1 1 Zillig, Georg – Nerger, Matts 1:0 2 Ersöz, Levin – Borth, Alexander 1:0 3 Rajcic, Mark Tai – Mazurek, Julia 1:0 4 Burger, Samuel – Kurz, Frido 1:0 4:0
Gegen das Tabellenschlusslicht BKA Wiesbaden kam die 1. Mannschaft der Schachfreunde Hünstetten (Foto) zu einem knappen 5:3-Erfolg.
In den vergangenen Partien hatte das BKA große Personalprobleme und trat mehrmals mit einer unvollständigen Mannschaft an. Doch gegen uns stellte das BKA alle acht Spieler auf.
Als erster war Michael Busse mit seiner Partie fertig. Sein Gegner blitzte alle Züge raus und tauschte alle Figuren. In einem ausgeglichenen Endspiel wurde dann Remis vereinbart. Noch besser lief es für Gerhard Bill, der zunächst einen Läufer gewann und schlussendlich auch seine Partie.
Unentschieden spielten auch Heinz Henrich, Volker Mühlschlegel und Frank Diener. Unsere Nummer eins Florian Lesny gewann anschließend seine Partie überzeugend, so dass sich ein Zwischenstand von 4:2 ergab.
Sowohl Aaron Müller als auch Ortwin Schneider verloren dann – unter den Augen der übrigen Spieler (Foto) – ihre Partien. Eigentlich wäre das Gesamtduell somit 4:4 ausgegangen. Doch das BKA beging einen Aufstellungsfehler und setzte einen Ersatzspieler in der Rangliste vor einem Stammspieler ein. Das ist nicht erlaubt, und somit wurde das Spiel mit 5:3 für Hünstetten gewertet.
Das BKA bleibt damit weiter im Tabellenkeller. Für Hünstetten stehen im Mai noch zwei schwere Partien gegen den Tabellenführer und den Tabellenzweiten bevor, doch in Sachen Auf- oder Abstieg hat dies aufgrund des soliden Mittelfeldplatzes keine Relevanz mehr. Interessanter ist das Finale des Bezirkspokals, das am 6. April stattfindet und in dem Hünstetten gegen Eltville antritt.
Neben der regulären Meisterschaftsrunde wird in unserem Schachbezirk auch der sogenannte Viererpokal ausgetragen.
Hünstetten nahm mit zwei Mannschaften daran teil. Eine der beiden Mannschaften schaffte es ins Pokalhalbfinale. Dort reiste man am 16. März nach Wiesbaden, um gegen „Stiller Zug Wiesbaden“ anzutreten.
Die taktische Rechnung ging auf. Mit der stärkstmöglichen Aufstellung gewann Hünstetten die Partie mit 2,5:1,5. David und Heinz Henrich holten jeweils einen halben Punkt, ebenso wie Frank Diener. Am Spitzenbrett gewann Florian Lesny seine Partie.
Damit zieht Hünstetten ins Pokalfinale ein. Gegner ist dort Eltville, der Termin steht noch nicht fest. Weiterhin wurde damit – wie im letzten Jahr – auch die Qualifikation für den Hessenpokal erreicht. Herzlichen Glückwunsch an die Beteiligten!
Für die Schachfreunde Hünstetten gab es am vergangenen Wochenende gleich mehrere gute Nachrichten.
Zunächst konnte die Jugendmannschaft einen Teilerfolg feiern. Gegen den Stillen Zug Wiesbaden gab es zwar eine knappe 1,5:2,5-Niederlage. Doch im direkt folgenden Rückspiel konnte die Mannschaft das Blatt wenden und mit 2,5:1,5 gewinnen.
Seit gestern stellt der Verein zudem den Bezirksblitzmeister im Bezirk Rheingau-Taunus. Florian Lesny holte 18 von 19 möglichen Punkten und setzte sich dann in einem Stichkampf gegen einen besseren Gegner (Fidemeister) durch. Damit gewann er das gesamte Bezirksblitzturnier in Geisenheim.
Frank Diener erzielte beim selben Turnier 11 von 19 Punkten und wurde mit diesem Ergebnis der beste Senior. Somit kommt auch der Seniorenblitzmeister des Bezirks aus Hünstetten. Herzlichen Glückwunsch an Florian und Frank!
Und auch von der dritten Mannschaft gibt es Positives zu vermelden. Das Team gewann gegen SK Geisenheim mit 2,5:1,5. Gerhard Bill gewann seine Partie, die drei anderen Spielern (Eric Lüders, Karl-Heinz Kober und Fabienne Rachel) holten jeweils ein Unentschieden.
Weiter geht es am 16. März mit einer Partie im Bezirks-4er-Pokal sowie am 17. März um 20 Uhr mit einem weiteren offenen Schnellschachturnier. Wer möchte, kann gerne daran teilnehmen (Anmeldung direkt vor Ort im DGH Kesselbach).
Wiesbadener SV 1885 III – Schachfreunde Hünstetten I
Am Tag der Bundestagswahl hatte die erste Mannschaft ein Auswärtsspiel bei der dritten Mannschaft des Wiesbadener SV zu bestreiten. Da die Spieltermine schon länger als die kurzfristig angesetzte Wahl feststanden und die Spiellokale der Heimmannschaften in der Bezirksoberliga nicht als Wahllokale benutzt wurden, entschied man sich, den Spieltag nicht zu verlegen, da dies zu anderen organisatorischen Schwierigkeiten geführt hätte.
Dass der Bezirk mit seiner Entscheidung nicht allein war, zeigte sich daran, dass zeitgleich beim Wiesbadener SV auch ein Oberligakampf ihrer ersten Mannschaft stattfand. Dafür hatten die Spieler aus Hünstetten aber keinen Blick, da der Bezirksoberligakampf in einem anderen Raum ausgetragen wurde.
Freundlicher Empfang trotz eiskaltem Spielsaal
Als wir in Wiesbaden ankamen, stellte sich heraus, dass bei den Wiesbadener zwar einige Stammspieler ausfielen, diese aber durch starke Ersatzspieler ersetzt wurden, sodass ein schwieriger Kampf bevorstand, bei dem alle Chancen genutzt werden mussten, wollte man etwas Zählbares mitnehmen.
Davids Läuferpaar
Als erstes einigte sich David an Brett 2 mit seinem Gegner auf Remis. Nachdem Weiß sich recht verhalten aufgebaut hatte, konnte David mit einem Zentrumsvorstoß ausgleichen und sogar das Läuferpaar erobern. In der Schlussstellung stand er zwar schon etwas besser, es war aber schwierig zu sehen, dass die Initiative des Weißen nicht von langer Dauer war und Schwarz anschließend mit dem Läuferpaar auf Vorteil hätte spielen können. 0,5:0,5
Gesprengte Bauernstruktur bei Volkers Gegner
Am vierten Brett wählte Volkers Gegner ebenfalls einen sehr positionellen Ansatz, indem er seinen weißfeldrigen Läufer gegen einen Springer abtauschte, um anschließend Volkers Weißfelder vom Spiel auszuschließen. Diesem begegnete Volker gut, indem er die gegnerische Bauernstruktur an ihrem vermeintlich stärksten Punkt sprengte, wie dies in solchen Situationen häufig eine gute Idee ist. Nachdem sich einige Leichtfiguren und die Damen abgetauscht hatten, bot Volker in leicht schlechterer Stellung Remis an, welches sein Gegner annahm. 1:1
Volker beim Betreten der Spielstätte des Wiesbadener SV
Florians Verteidigung
Florian wurde an Brett 1 von seinem Gegner in der Eröffnung überrascht, als dieser eine sehr scharfe Variante wählte und zwei Leichtfiguren für Turm und Bauern opferte, um einen Königsangriff zu starten. Leider verteidigte sich Florian in der Folge nicht optimal, sodass es für ihn schwierig war, seinen Damenflügel zu entwickeln. Nachdem auch sein Gegner an einer Stelle nicht die präziseste Fortsetzung gewählt hatte, entstand eine ausgeglichene, aber sehr spannende Stellung. Als sich für Florian dann die Chance bot, leichten Endspielvorteil zu erlangen, übersah er eine wichtige Verteidigungsressource, sodass er in ein Dauerschach einwilligte. 1,5:1,5
d5-Vorstoß bei Frank
Frank verfolgte ausgangs der Eröffnung einen etwas eigenwilligen Plan, mit welchem er sich selbst einen schwachen Bauern auf der d-Linie einhandelte. Sein Gegner verpasste es aber, seine Schwerfiguren schnell genug auf der d-Linie zu verdoppeln, sodass Schwarz zum Vorstoß …d5 kam und ausgleichen konnte. Das folgende Endspiel wurde von Frank Remis gegeben, auch dort hatte die schwarze Stellung etwas mehr Potential aufgrund der aktiveren Figuren, auch wenn die Umwandlung in einen vollen Punkt noch viel Arbeit bedurft hätte. 2:2
Turmendspiel bei Eric
Am letzten Brett geriet Eric ebenfalls schon in der Eröffnung unter starken Druck, nachdem er die Rochade zu lange aufgeschoben hatte und somit sein König bei relativ vollem Brett durch die Mitte wanderte. Glücklicherweise tauschte sein Gegner die Damen und nach einigen weiteren Abtauschen landeten die Kontrahenten in einem Turmendspiel, in welchem Eric leichten Druck hatte, da sich sein im Zentrum platzierten König nun als Stärke erwies. Es entstand ein Bauernendspiel, in welchem sein Gegner tatsächlich fehlgriff, Eric ging aber an der Chance, die gegnerische Bauernstruktur günstig festzulegen, vorbei und gab stattdessen seinem Gegner einige Züge später die Chance, einen entfernten Freibauern zu bilden. Da sein Gegner aber bei einer Abtauschkombination automatisch zurückschlug, blieb dieser Fehler unbestraft und die Partie endete Remis. 2,5:2,5
Passiver Aufbau für Heinz
Bei Heinz opferte sein Gegner in der Eröffnung einen Bauern, um aktives Spiel über die geöffneten Linien am Damenflügel zu erhalten. Heinz baute sich leider etwas passiv auf, sodass es seinen Figuren an Bewegungsfreiheit fehlte. Somit gelang es seinem Gegner, am Damenflügel in die Stellung einzudringen und entscheidendes Material zu gewinnen. Diesem Übergewicht musste sich Heinz schließlich geschlagen geben. 2,5:3,5
Vergebliche Drohungen bei Michael
An Brett 7 hatte es Michael mit einem starken Ersatzspieler der Gegner zu tun. Es entstand im Mittelspiel eine interessante Stellung, in welcher Michael das Läuferpaar, dafür aber auch einen isolierten d-Bauern besaß. Michael konnte seine Initiative leider nicht behaupten und verlor schließlich zwei Bauern. Er versuchte zwar noch einmal, mit Turm und Dame Drohungen gegen den König seines Gegners aufzustellen, diese wurden aber pariert, sodass auch er die Partie aufgeben musste. 2,5:4,5
Passives Spiel von Sven
Somit war der Wettkampf entschieden und Sven spielte noch gegen einen Spieler, der vom Niveau her ebenfalls ein sehr harter Brocken war. Ausgangs der Eröffnung entstand eine sehr komplexe Stellung, die von beiden Spielern viel Präzision verlangte. Da beide Spieler nicht immer optimal fortsetzten, entspann sich ein sehr interessanter Kampf, in welchem Sven zuerst die besseren Karten zu haben schien. Er setzte aber an einigen Stellen zu passiv fort und verlor schließlich einen Bauern. Das Endspiel war nicht mehr zu halten, auch wenn sich sein Gegner in großer Zeitnot befand und einige Male nur noch wenige Sekunden auf der Uhr hatte. 2,5:5,5
Ausblick
Durch diese Niederlage fällt die Mannschaft auf den vierten Tabellenplatz zurück. Am nächsten Spieltag geht es gegen den Tabellenletzten vom BKA Wiesbaden darum, wieder zurück in die Spur zu finden. Die Einzelergebnisse im Überblick:
Wiesbadener SV 3 Hünstetten 1
1 Mayer, Frank – Lesny, Florian ½:½ 2 Keller, Christoph – Henrich, David ½:½ 3 Kupke, Jonas – Henrich, Heinz 1:0 4 Zeyen, Helmut – Mühlschlegel, Volker ½:½ 5 Schöber, Sebastian – Leibrock, Sven 1:0 6 Dr. Bartsch, Marius – Dr. Diener, Frank ½:½ 7 Minor, Dieter – Busse, Michael 1:0 8 Hedrich, Gerd – Lüders, Eric ½:½ 5,5:2,5
Springerfigur vor der Spielstätte des Wiesbadener SV, mit Blick auf das schöne Gebäude gegenüber
Am Sonntag, dem 2.2.2025, begann für die erste Mannschaft der Sfr. Hünstetten die Rückrunde mit einem Auswärtsspiel beim SK Geisenheim.
Nach dem kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfall eines Spielers kam unser Nachwuchsspieler Georg zu seinem Debüt bei den Erwachsenen und durfte sich sofort in der Bezirksoberliga beweisen.
Kampfloser Sieg für Florian
Aufgrund eines Wasserrohrbruchs konnte ein Spieler der Geisenheimer leider nicht kommen, sodass Florian am ersten Brett einen geruhsamen Vormittag hatte und die Mannschaft nach dem Ablauf der Karenzzeit in Führung brachte. 1:0
Debüt für Georg, Mattangriff bei Gerhard
Georg spielte am siebten Brett mit Weiß gegen einen erfahrenen Gegner eine sehr gute Partie, in der es ihm gelang, den Gegner in einer französischen Struktur systematisch einzuschnüren, sodass sich dessen weißfeldriger Läufer kaum noch rühren konnte. Leider übersah er dann eine Drohung seines Gegners, die ihn einen Bauern kostete. Trotzdem behielt er weiter eine gefährliche Initiative und die gegnerischen Figuren hatten sehr wenig Raum zum Manövrieren. Ein Turmverlust besiegelte das Ende dann leider sehr schnell. Dennoch eine gute Partie. 1:1
Gerhard hatte es an Brett 8 mit einem sehr starken Ersatzspieler der Gastgeber zu tun. Auch wenn er mit Schwarz gut aus der Eröffnung gekommen war, schaute der gegnerische Damenläufer gefährlich auf seine Königsstellung, was sein Gegner nach einer Unachtsamkeit geschickt ausnutzen konnte, um einen nicht parierbaren Mattangriff zu starten. 1:2
Falsche Zugreihenfolge bei Sven, Trendwende bei David
Auch am vierten Brett bei Sven sah es ausgangs der Eröffnung gar nicht schlecht aus. Ein starker Zentrumsvorstoß sicherte ihm leichtes Spiel, er wählte aber in einer Abtauschkombination eine falsche Zugreihenfolge, die dem Gegner das Läuferpaar und eine unangenehme Fesselung überließ. Auch im weiteren Verlauf erwischte Sven keinen guten Tag und verlor schließlich eine Figur, weshalb er die Partie aufgeben musste. 1:3
An Brett 2 sorgte David für die Trendwende. Sein Gegner spielte sehr aggressiv und schnell, David gelang es aber durch ein Bauernopfer, einen gefährlichen Königsangriff zu starten. Sein Gegner gab den Bauern zurück, um die Damen zu tauschen, aufgrund des Läuferpaares und offenen Linien für die Türme blieb Davids Stellung aber weiterhin sehr vorteilhaft und er konnte dies in einen sicheren Sieg ummünzen. 2:3
Turmopfer von Heinz, starker Läufer bei Michael
Bei Heinz entwickelte sich eine sehr geschlossene Stellung, in der es für beide Seiten schwierig war, Fortschritte zu machen. Da es im Mannschaftskampf nicht sonderlich gut aussah, entschied sich Heinz zum riskanten Manöver, den Turm über die dritte Reihe vor die Bauernkette zu manövrieren, um dem gegnerischen König zu Leibe zu rücken. Objektiv gesehen war die Idee nicht sonderlich gut, sein Gegner verpasste es aber, die etwas unsichere Stellung des Turms auszunutzen, sodass Heinz die Zeit hatte, einen Bauernhebel anzusetzen, der den Gegner zu einer passiven Verteidigung nötigte. Im Bestreben, die g-Linie geschlossen zu halten, übersah der Gegner, dass dies seinen König auf der h-Linie einsperrte, sodass Heinz durch ein Turmopfer das Matt erzwingen konnte. 3:3
Bei Michael an Brett 6 entspann sich ein sehr interessanter Kampf, in dem sein Gegner einen gefährlich aussehenden Freibauern auf der d-Linie bekam, Michael dafür einen mächtigen Läufer, der, vom Zentralfeld e5 aus, das gesamte Brett dominierte. Im Bestreben, die Stellung zu vereinfachen, um die Dominanz des Läufers gegenüber dem gegnerischen Springer besser zur Geltung zu bringen, tauschte Michael einige Figuren ab, was dem gegnerischen Springer aber ein gutes Vorpostenfeld auf e4 überließ. Michael forcierte dann ein Remis, um nicht Gefahr zu laufen, dem d-Bauern nicht mehr Herr zu werden. 3,5:3,5
Bauernendspiel für Frank
Alle schauten nun gespannt auf die letzte laufende Partie von Frank an Brett 5. Er hatte früh alle Brücken hinter sich abgerissen, als er seinen g-Bauern die Linie hinaufmarschieren ließ, um die gegnerische Königsstellung zu öffnen, dabei aber auch seinen eigenen König immens schwächte. Es entstand ein Kampf auf Messers Schneide, in welchem die Bewertung einige Male umschlug, ehe Frank schließlich das Gegenspiel des Gegners unter Kontrolle bekam und mit einem weit vorgerückten Freibauern starke Drohungen aufstellte. Sein Gegner musste in ein Bauernendspiel abwickeln, welches aber leicht für Frank gewonnen war. 4,5:3,5
Durch diesen Sieg rückt Hünstetten wieder auf den dritten Platz in der Tabelle vor, den es im nächsten Spiel am 23.2. gegen den Wiesbadener SV 3 zu verteidigen gilt.
Die Einzelergebnisse im Überblick:
SK Geisenheim 1 Hünstetten 1 1 Körbel, Ekkehard Lesny, Florian -:+ 2 Tarcz, Dennis Henrich, David 0:1 3 Ankenbrand, Dirk Henrich, Heinz 0:1 4 Kuhnigk, Thomas Leibrock, Sven 1:0 5 Schwenk, Stefan Dr. Diener, Frank 0:1 6 Ankenbrand, Jörg Busse, Michael 1/2 : 1/2 7 Hanebaum, Oliver Zillig, Georg 1:0 8 Emmermann, Thorsten Bill, Gerhard 1:0 3,5:4,5